Hausinschrift
Allen, die vorrüber gehen und mich kennen, gebe Gott, was sie
mir gönnen Ferdinand Kuhlmann u. Marie geb. Bültemeier Erbaut 1903
Am 2.Oktober 1903 nachmittags entstand ein Brand im Hause des Ferdinand Ludwig Kuhlmann Nr.8 zu Kleinenwieden. Das Haus brannte vollständig nieder. Bei Westwind wäre das Dach des angrenzenden Bartlingschen Gut, besonders die neue Scheune recht gefährdet gewesen. Folgende naive Äußerung wurde gehört: Hätte die alte Scheune des Bartling noch gestanden, so hätte sie nicht abgerissen zu werden brauchen (zu einem Neubau).
Das Haus wurde von Ferdinand Kuhlmann 1903 neu aufgebaut. Er richtete einen
Lebensmittelladen ein. Nach seinem Tod erbte der älteste Sohn Ferdinand das Anwesen. Dessen Tochter Anita führte
den Laden dann bis zur Übernahme durch Güldners. Er wurde später
in Wohnraum umgebaut und ist nicht mehr vorhanden. Ferdinand Kuhlmann sen. pflanzte
eine Eiche nach dem 1.Weltkrieg auf die Kreuzung vor seinem Hause.
Sein Vater soll die "Friedenseiche" auf seinem Grundstück zu Dohme
Nr.1 nach dem Kriege 1870/1871 gepflanzt haben. Auch diese steht heute
noch und ist der älteste Baum in Kleinenwieden. Das Haus wurde von Familie Reinold erworben und ist vermietet. 2011 verkauften sie das Anwesen.